
“Jeder Tag ist wie ein Neubeginn. Und du bestimmst, ob er ein Happy-End hat.”
— GROSSSTADT-POCAHONTAS
10.01.2020 Vor genau einem Monat ging die Reise los. Nun ist es an der Zeit mit dem Blog online zu gehen, bevor zuviel Input verhindert, dass es zum Output kommt.
Ich habe große Lust zu schreiben, doch mein Kopf gretscht immer wieder rein. Ich lasse meinen Perfektionismus los, alles richtig machen zu wollen. Ich beginne nun einfach. Wort für Wort. Es geht darum, euch teilhaben zu lassen, wohin mich die Reise führt. Was entdeckt wurde. Welche Herausforderungen es gilt zu meistern. Was es schlichtweg bedeutet auf Reisen zu sein.
Am 07.12.2019 buche ich das Flugticket: Tunis(Tunesien). Dabei sollte die Reise doch in Lateinamerika beginnen. Den amerikanischen Kontinent bereise ich dann nach einer kleinen Schlaufe, denke ich mir. Das hat schon alles seinen Sinn. In Mitten von Freudentaumel und Auf-Wiedersehn-Umarmungen kann ich das alles noch nicht begreifen, was es wirklich heißt auf Reisen zu gehen. Ohne ein zeitliches Limit. Ohne eine Verpflichtung. Ohne festen Wohnsitz. Diesen habe ich aufgegeben. Und somit den Großteil meines Hab und Guts. So gut tut es, sich von jeglichen Dingen zu befreien. Kein Wunder das Minimalismus so ein Trend ist wie Superfood, Yoga oder neue Kleidung – trägt es ja zum Wohlbefinden bei.
Jetzt habe ich also ein Flugticket nach Tunesien. Mit nur ein paar Infos, wie es in Tunesien weiter geht und wer und was mich da erwartet, wage ich es endlich die Reise zu beginnen. Und das in drei Tagen. Schon länger hatte ich das Gefühl, dass ich bereit dazu bin. Ich hatte, ohne zu wissen, wann die Reise losgeht, zu einem Wochenende geladen. Ein Wochenende im Kreise liebevoller Menschen. Ein Wiedersehen, bevor es länger oder kürzer dauert, sich wiederzusehen.
Jetzt, mit dem gebuchten Ticket, fühle ich mich, als ob ich noch viel länger Zeit brauche, um so eine große Reise anzugehen. Doch zu spät. Die Würfel sind gefallen. Es geht am Dienstag früh morgens nach Tunesien und von da aus mit dem Boot nach Italien. Doch das ist ja erst in ein paar Tagen. Momentan bin ich dabei viele liebe Menschen noch einmal zu umarmen, bevor ich raus in die Welt ziehe.
Es ist ein Wochenende voller Überraschungen. Freude und Trauer gehen Hand in Hand und das ist gut so. Gehört ja beides zu einem erfüllten Leben. Somit erfüllt, dankbar und übermüdet geht ein Wochenende zu Ende, welches mir meine letzten Zweifel und Ängste nimmt.
Die Reise kann beginnen. Nach Tunis. Am 10.12.2019. Ein Tag, wie ein zweiter Geburtstag. Doch das wird mir erst später klar.


